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Wie Du Deine Idee erklärst, ohne wie ein TED Talk zu klingen

Veröffentlicht am: Feb 17, 2026Citizen Entrepreneurship Competition
Entrepreneurship Campus

Von Entrepreneurship Campus

Wie Du Deine Idee erklärst, ohne wie ein TED Talk zu klingen

Wie Du Deine Idee erklärst, ohne wie ein TED Talk zu klingen

Viele Gründer und Gründerinnen haben keine Probleme damit, eine Idee zu haben. Sie haben Probleme damit, sie zu erklären.

Irgendwo zwischen dem ersten Pitch Deck, dem Elevator Pitch und der hundertsten Erklärung gegenüber Freunden beginnt die Idee größer, lauter und komplizierter zu klingen, als sie tatsächlich ist. Die Folien vermehren sich, Schlagworte schleichen sich ein und plötzlich fühlt sich die Erklärung eher wie eine Performance als wie ein Gespräch an.

An dieser Stelle verlieren viele Entrepreneur-Ideen ihre Klarheit, nicht weil sie schwach sind, sondern weil sie unter Storytelling-Techniken begraben sind, die aus Keynote-Bühnen und TED-Talks übernommen wurden. Aber Entrepreneurship ist keine Show. Und um andere zu überzeugen, muss man nicht beeindruckend klingen.

Nach dem Verständnis der Stiftung Entrepreneurship und dem von Prof. Günter Faltin entwickelten konzeptionellen Entrepreneurship-Ansatz braucht eine gute Idee kein Drama. Sie braucht Struktur, Logik, mehrere Standbeine und einen klaren Beitrag zur Lösung eines realen Problems.

Das Ziel ist nicht, Applaus zu ernten, sondern Verständnis zu schaffen. Wenn Menschen Deine Idee verstehen, können sie sich damit auseinandersetzen, sie hinterfragen, unterstützen oder verbessern. Wenn sie das nicht tun, hilft auch die leidenschaftlichste Präsentation nichts. Wie erklärst Du also Deine Idee klar und glaubwürdig, ohne sie in einen Mini TED Talk zu verwandeln?

Beginne mit dem Problem. Nicht mit Dir selbst

Ein häufiger Fehler: „Ich habe mich schon immer für Innovation, Nachhaltigkeit und die Veränderung der Welt begeistert ...“

Das mag zwar stimmen, ist aber nicht der springende Punkt. Nach dem Faltin-Ansatz beginnt Entrepreneurship mit einem realen, konkreten Problem, das unabhängig von Dir existiert.

Anstelle von: „Wir bauen eine disruptive Plattform für ...“

Versuche: „Derzeit haben die Menschen mit XY zu kämpfen und die bestehenden Lösungen lösen das Problem nicht wirklich, weil ...“

Wenn Dein Zuhörer das Problem nicht innerhalb der ersten 30 Sekunden erkennt, hast Du ihn bereits verloren. Klarheit schlägt Charisma.

Beschreibe das Konzept, nicht die Vision

TED Talks lieben Visionen: „Stellen Sie sich eine Welt vor, in der ...“

Entrepreneurship braucht Konzepte:

  • Was genau passiert?

  • Wer macht was?

  • Wo wird der Mehrwert geschaffen?

Prof. Faltin betont, dass das Konzept stark sein muss, bevor überhaupt über Umsetzung, Skalierung oder Finanzierung gesprochen werden kann. Ein einfacher Test: Wenn Du Wörter wie „innovativ”, „revolutionär” und „bahnbrechend” entfernst, macht Deine Idee dann immer noch Sinn? Wenn nicht, ist sie noch nicht klar genug.

Verwende Alltagssprache (ja, wirklich)

Wenn Du fünf englische Schlagworte benötigst, um einen Satz zu erklären, ist Deine Idee nicht klarer. Sie versteckt sich.

Gute Ideen lassen sich erklären:

  • ohne Folien

  • ohne Metaphern

  • ohne Hype

Versuche, Deine Idee so zu erklären, als würdest Du mit folgenden Personen sprechen:

  • einem Freund beim Abendessen

  • Deinem Nachbarn

  • jemandem, der neugierig ist, aber von Fachjargon nicht beeindruckt ist

Wenn diese Person Deine Idee anschließend korrekt wiedergeben kann, bist Du auf dem richtigen Weg.

Zeige Wertschöpfung, nicht Ego

Entrepreneurship im Sinne der Stiftung Entrepreneurship bedeutet nicht in erster Linie Selbstverwirklichung, sondern Wertschöpfung für andere. Anstelle von: „Das ist meine Vision und meine Mission ...“

Konzentriere dich auf:

  • Wer profitiert davon?

  • Warum ist das besser als bestehende Lösungen?

  • Was ändert sich für die Menschen, wenn das funktioniert?

Wenn der Wert klar ist, folgt die Begeisterung ganz von selbst. Du musst sie nicht erzwingen.

Lass die Idee die Arbeit machen

TED Talks leben von der Performance. Entrepreneurial Ideen leben von der Substanz. Sie müssen nicht inspirierend klingen. Sie müssen verständlich klingen. Prof. Faltin bringt es oft auf den Punkt: Eine gute Idee erklärt sich von selbst. Wenn Du den Drang verspürst, zu übertreiben, zu dramatisieren oder „stärker zu werben“, halte inne und vereinfache stattdessen.

Kurz gesagt: Erkläre anstatt zu performen

Deine Idee gut zu erklären ist kein Kommunikationstrick, sondern ein Test für die Idee selbst. Wenn eine Idee nur durch Begeisterung, Slogans oder Performance überleben kann, ist sie noch nicht ausgereift. Im konzeptionellen Entrepreneurship ist Klarheit nicht der letzte Schritt. Sie ist der Ausgangspunkt. Wenn Du die Schlagworte, die Vision Statements und die dramatische Inszenierung weglässt, sollte das, was übrig bleibt, immer noch verständlich sein:

  • ein echtes Problem

  • eine plausible Lösung

  • und eine klare Form der Wertschöpfung

Diese Art der Erklärung sucht keine Bewunderung. Sie lädt zum Dialog ein. Und im Dialog beginnt Entrepreneurship tatsächlich, in Fragen, in Feedback, in kritischem Denken und in der Bereitschaft, das Konzept weiter zu verfeinern. Man muss nicht visionär klingen, um etwas Sinnvolles aufzubauen. Man muss präzise sein. Letztendlich klingen die besten Entrepreneurial Ideen nicht wie TED Talks. Sie klingen wie etwas, das Sinn ergibt und die Menschen zum Mitdenken anregt. Das ist nicht weniger wirkungsvoll. Es ist weitaus nachhaltiger.

Alsoooo wenn Du Deine Idee testen möchten, ohne sie in einen motivierenden Monolog zu verwandeln, ist dies ein guter Ausgangspunkt:

Werde Teil der Citizen Entrepreneurship Competition 2026. Du brauchst n keine Bühnenstimme, sondern nur deine Idee, deine Logik und deine Bereitschaft, sie zu durchdenken. Hol Dir Feedback, schärfe Dein Konzept und sieh, ob es über Schlagworte und Hype hinaus Bestand hat.

Melde Dich an für die CEC 2026 und lass Deine Idee für dich sprechen.

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