
Dr. Kathrin Gassert & Thomas Räuchle-Gehrig im Live Interview
Am Anfang ist es nur ein Gedanke: dass man Teehandel vielleicht ganz anders als in den herkömmlichen Formen organisieren und...
Beitrag lesenVon Entrepreneurship Campus

In seiner „Discover your potential - Entrepreneurship für Fortgeschrittene” Keynote hinterfragt Prof. Günter Faltin die traditionelle Sicht auf Entrepreneurship und zeigt auf, warum viele Unternehmensgründungen scheitern. Er kritisiert die gängige Praxis, Gründerinnen sofort in klassische Businesspläne und Finanzierungsszenarien zu drängen, ohne zuvor die zentralen Annahmen ihres Geschäftsmodells zu testen. Stattdessen plädiert er für ein methodisches Vorgehen, bei dem Gründerinnen frühzeitig ihre Ideen in der Praxis prüfen und mit der eigenen Community testen.
Faltin nutzt anschauliche Beispiele, wie Red Bull oder Coca-Cola, um zu zeigen, dass Erfolg oft weniger vom Produkt als vom Konzept, Marketing und Markenaufbau abhängt. Er beschreibt Unternehmen, die trotz schwacher Produkte oder „toter Pferde“ erfolgreich sind, wenn sie geschickt Aufmerksamkeit erzeugen und ihre Marke strategisch positionieren. Gleichzeitig mahnt er, dass Gründer*innen mit Sinn für mehr als reinen Profit langfristig erfolgreicher und erfüllter sind. Entrepreneurship ist für ihn ein Marathon, bei dem Ausdauer, Konzeptarbeit, Community-Einbindung und Idealismus entscheidend sind.
1. Testen statt Wetten:
Statt blind auf den Markt zu setzen, sollten Gründer*innen ihre Annahmen über Produkt, Preis, Design und Vertrieb frühzeitig testen, idealerweise in einer eigenen Community.
2. Idee ≠ Erfolg:
Eine gute Idee allein garantiert keinen Erfolg – entscheidend ist die Umsetzung, das Konzept und die kontinuierliche Verbesserung.
3. Marketing und Markenbildung sind zentral:
Selbst „schwache Produkte“ können erfolgreich sein, wenn sie überzeugend positioniert und vermarktet werden.
4. Gründen ist ein Marathon:
Ausdauer, Hingabe und das Engagement für das eigene „Ideenkind“ sind wichtiger als kurzfristige Profitorientierung.
5. Arbeiten nach Stärke und Sinn:
Gründer und Gründerinnen sollten ihre Kernkompetenzen und Interessen fokussieren und Aufgaben, die sie nicht beherrschen, delegieren. Ein Sinn jenseits des Profits steigert Motivation und langfristigen Erfolg.
Prof. Dr. Günter Faltin ist renommierter Entrepreneurship-Experte, Autor und Gründer der Stiftung Entrepreneurship. Mit über 40 Jahren Erfahrung in Lehre und Praxis hat er Pionierarbeit im Bereich der kreativen Unternehmensgründung geleistet. Er ist bekannt für seine unkonventionellen Ansätze, die die traditionelle Businessplan-Doktrin hinterfragen und das Potential von Gründern durch methodisches Testen, Konzeptarbeit und Community-Einbindung stärken. Faltin hat zahlreiche Start-ups beraten und den Diskurs über nachhaltiges, sinnstiftendes Unternehmertum maßgeblich geprägt. Seine Philosophie verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlichem Mehrwert, wobei er Idealismus und Unternehmergeist als Schlüssel zum Erfolg sieht.
Du kannst nicht als Gast kommentieren, hast du bereits ein Campus-Profil? Hier einloggen.

Am Anfang ist es nur ein Gedanke: dass man Teehandel vielleicht ganz anders als in den herkömmlichen Formen organisieren und...
Beitrag lesen
Das Schweizer GDI Gottlieb Duttweiler Institute hat in einer neuen Studie nach „Chancen für ein nachhaltiges Ernährungssystem“ Ausschau gehalten –...
Beitrag lesen
Verstehen, was biologische Vielfalt für unser Leben bedeutet Es kriecht, fleucht, zirpt und summt erschreckend weniger auf Deutschlands Wiesen und...
Beitrag lesen